Whitepaper: Digitale Kompetenzen

Digitale Kompetenzen: Erkennen, fördern und nachhaltig etablieren

Digitale Kompetenzen sind in einer sich ständig ändernden, globalen und digitalen Welt unerlässlich. Oft fragen sich Unternehmen, wie sie es schaffen ihren Mitarbeitern alle notwendigen digitalen Kompetenzen so zu vermitteln, dass diese schnell und performant im Arbeitsalltag umgesetzt werden können.

Dieser Beitrag ist ein Teaser zum dazugehörigen Whitepaper und soll den Leser ins Thema “Digitale Kompetenzen” einführen. Eine Vertiefung dieses Themas und das Aufzeigen konkreter Schritte in der Umsetzung digitaler Kompetenzen findet im zugehörigen Whitepaper Anwendung.

Durch den Aufbau digitaler Kompetenzen verfolgen Unternehmen weitreichende, wettbewerbsrelevante, aber auch auf die Attraktivität als Arbeitgeber ausgerichtete Ziele. Kosteneinsparungen und Gewinnmaximierung spielen ebenfalls eine große Rolle. Die meisten Unternehmen starten nicht direkt beim “Wie”, sondern bei “Welche”. Welche Kompetenzen sind essenziell, um im Wettbewerb mithalten zu können? Erst danach stellt sich die Frage, wie diese aufgebaut werden können. Es ist wichtig zum Unternehmen passende, digitale Kompetenzen aufzubauen und diese an der Unternehmensstrategie und der Digitalstrategie auszurichten.

Je nach Branche, Industrie und Unternehmen unterscheiden sich digitale Kompetenzen. Unternehmen stehen oft vor der Herausforderung, einen Weg beschreiben zu müssen, der sie erst einmal herausfinden lässt, welche digitalen Kompetenzen die für sie passenden sind und im nächsten Schritt, wie sie diese an ihre Mitarbeite weitergeben können.

Digitale Kompetenzen – Begriff und Bedeutung

Der Duden definiert den Begriff der “Kompetenz” als einen Sachverstand bzw. eine Fähigkeit zu besitzen. Der Mensch als Individuum und daraus resultierend die gesamte Organisation sollte bzw. muss in verschiedenen Bereichen Kompetenzen ausbilden. Sollte dementsprechend ein gewisses “Sachverständnis” für bestimmte Themen haben. Zum einen sind dies Kompetenzen im eigenen Fach. Der Schweißer muss schweißen können, der Autobauer muss Automobile herstellen und der Informatiker muss programmieren können. Dass hinter diesen Beispielen für den Einzelnen weit mehr Kompetenzen stecken, als das bloße “Können” einer Sache ist selbstverständlich.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben müssen die Mitarbeiter eines Unternehmens weitere fachübergreifende Kompetenzen besitzen. Sie sollten sich in der Organisation ihres Unternehmens auskennen. Auch die Unternehmenskultur spielt hier eine große Rolle. Nicht jede Kompetenz lässt sich dabei messen. Oftmals sind es die sozialen Kompetenzen (s.g. Soft Skills), die einen Mitarbeiter außerhalb seiner fachlichen Kompetenz besonders wertvoll für die Organisation machen. Was macht sie nun aus? Die digitale Kompetenz? In Zeiten zunehmender Digitalisierung ist es wichtig technische Fähigkeiten im Umgang mit bestimmten Geräten, Medien und Tools auszubilden und diese in der “digitalen Welt gewinnbringend für das Unternehmen einsetzen zu können”

Dies ist die eine Seite der Medaille. Der Mitarbeiter kann ein System, ein Tool bedienen. Darüber hinaus müssen Unternehmen noch in eine andere Richtung denken. Durch Globalisierung ist es in den meisten Berufen notwendig geworden asynchron, räumlich getrennt und vor allem digital zu kommunizieren. Dies geschieht meist mit der Unterstützung geeigneter Tools s.g. Social Intanets wie Microsoft SharePoint, Teams, Atlassian Confluence oder Messenger Systemen wie Webex, etc. Doch ein Mitarbeiter, der Face to Face gut kommunizieren kann, besitzt in der digitalen Welt ggf. nicht die notwendige Kompetenz. Ein einfaches Beispiel sind Meetings. Kommt ein Mitarbeiter in der realen Welt zu einem Meeting zu spät, klopft er höflich an die Tür, tritt ein, entschuldigt sich und setzt sich. Jeder Teilnehmer hat seine Anwesenheit bemerkt. Im digitalen Raum ist dies nicht so einfach. Meist spricht bereits jemand, der “Raum” wird unbemerkt betreten und dementsprechend fällt es schwerer sich bemerkbar zu machen. Der Mitarbeiter muss lernen, wie er am besten mit dieser Situation umgehen kann. Der Begriff “Netiquette” hat sich hier eingebürgert. Die digitale Kompetenz im Unternehmen besitzt dementsprechend vielfältige Facetten, die gezielt gefördert werden müssen.

Digitale Kompetenzen sind für Unternehmen von essenzieller Bedeutung

Das Thema “Digitalisierung” ist in den meisten Industrien nicht mehr wegzudenken. Dennoch herrschen, vor allem in Deutschland, weiterhin Unsicherheiten und Verständnisprobleme. Laut der D21 Initiative des Bundes[2], die seit 2013 den Stand der Digitalisierung in Deutschland untersucht, erreichten in den Jahren 2018/2019 die Deutschen beim Thema “Digitale Kompetenzen” gerade einmal 55 von 100 möglichen Punkten. Beim Nutzungsverhalten und der Offenheit gegenüber der Digitalisierung sind es 39 bzw. 52 Punkte. Viel Luft nach oben also. Dies schlägt sich auch in den Unternehmen nieder. Viele Menschen überfordert die Digitalisierung noch immer.

Untersuchungen haben gezeigt, wie wichtig dieses Thema für Unternehmen verschiedener Branchen und Industrien ist. Insbesondere um national und international mit dem Wettbewerb auf Augenhöhe zu bleiben muss das Unternehmen aber auch der einzelne Mitarbeiter die digitalen Kompetenzen seines Unternehmens begreifen und umsetzen.

Eine Pauschalantwort, welche digitalen Kompetenzen dies für deutsche Unternehmen sind, gibt es nicht. Sicherlich existieren Kompetenzen, die umfassend und auf mehrere oder sogar alle Industrien anwendbar sind (z.B. die Nutzung moderner Kommunikations- und Zusammenarbeitswerkzeuge) aber eine ebenso große Rolle spielen stets individuelle Kompetenzen. Somit muss ein Unternehmen Fragen beantworten können:

  1. Welche digitalen Kompetenzen sind in meinem Marktumfeld essenziell bzw. welche digitalen Kompetenzen bringen mich vor meine Mitbewerber?
  2. Wie verankere ich diese Kompetenzen bei unseren Mitarbeitern?
  3. Welche digitalen Kompetenzen muss ich als Arbeitgeber anbieten, um attraktiv zu sein/bleiben?

Um wettbewerbsfähig zu bleiben müssen Unternehmen eine Antwort auf diese Fragen haben bzw. finden und deren Antworten fest in der (digitalen) Unternehmensstrategie verankern.

Welche Schritte dafür notwendig sind und wie digitale Kompetenzen im Unternehmen verankert werden , wird im weiterführenden Whitepaper “Digitale Kompetenzen: Erkennen, fördern und nachhaltig etablieren durch den Einsatz eines Social Intranets “ beschrieben.

[1] https://digital-magazin.de/digitalisierung-definition/#Digitale_Kompetenz_spielt_eine_entscheidende_Rolle

[2] https://initiatived21.de/app/uploads/2019/01/d21_index2018_2019.pdf