Im Rahmen unseres Podcasts RE Talk – Digitalisierung und der Mensch dahinter sprach ich mit Diana Hannig von eKiosk aus Dresden. Diana treibt das Thema Digitalisierung von Geschäftsprozessen seit über zehn Jahren um und gemeinsamen sprachen wir darüber, wie wir der Digitalisierung ihre Abstraktion nehmen können und die Digitalisierung greifbar machen.

Wie erlebt Ihr die Herangehensweise an das Thema “Digitalisierung”?

Sandra: Die Kunden denken, dass die Digitalisierung gleichzusetzen mit einem Riesen-Aufwand bedeutet. Es wird gleichgesetzt mit etwas Großem, was sie überrollt. Hast du auch das Gefühl bei Euren Kunden, dass sie teilweise ängstlich an das Thema herangehen?

Diana: Das Thema Digitalisierung von Geschäftsprozessen ist, glaube ich, für jedes Unternehmen unterschiedlich. Manche betrachten das als Riesen Koloss. Es kostet viele Ressourcen, Zeit und Geld. Aber am Ende sollte der beste Anspruch eines Unternehmens sein, einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Je schneller, unkomplizierter und fehlerfreier die Mitarbeitenden arbeiten können, desto effizienter ist der gesamte Betrieb. Die Digitalisierung ist ein Bestandteil dessen und ein zukunftsweisendes Element. Es spiegelt de facto ein modernes Unternehmen wider.

Was macht eKiosk?

Diana: Selbstverständlich möchte ich nicht die eKiosk vergessen. Die eKiosk ist ein Manufakturbetrieb und ein Digitalisierungs-Spezialist und wir haben den Spagat zwischen Hardware, das heißt zwischen digitalen Geräten und Software geschaffen. Wir bewegen uns sehr nah an der Self-Service-Thematik, das heißt digitale Prozesse setzen wir mit unserer Software und mit unseren Geräten in allen möglichen Bereichen bei Unternehmen um. Machen wir alles angefangen von der Analyse das heißt: Wo steht das Unternehmen, was gerade eine Anfrage an uns gerichtet hat oder unser Partner. Wir klären: Muss noch ein Konzept geschrieben werden. Ist der Kunde vorbereitet? Bis zur Entscheidung: Entwickeln wir ein individuelles Hardware Stück oder ein Gerät für den für den Kunden? Kommt ein Stück Software noch mit dazu und am Ende lassen wir die Kunden natürlich nicht alleine und bieten Service und Support.

Anwendungsfälle von eKiosk

Sandra: Kannst du ein konkretes Beispiel geben? Also was sind Eure Hardware und Software Lösungen, die dann irgendwo stehen oder dem dem Kunden einen Mehrwert bringt?

Diana: Genau also rein von der Hardware Seite her sind das zum Beispiel Self-Service-Kioske oder digitale Kioske. Das sind Geräte, an denen Personen bestimmte Prozesse abbilden können. Das Ganze trifft die verschiedenen Interessensgruppen an verschiedenen Punkten. Deshalb sind unsere Kunden bunt gemischt. Im Öffentlichen Raum stehen unsere Geräte z.B. in Bildungseinrichtungen, als Informationspunkte bei Krankenversicherungen oder Banken. Oder in der Produktion, wo die Mitarbeitenden oder Besucher bestimmte Prozesse abbilden können (z.B. das Abrufen des Lohnzettels).

Ein Praxisbeispiel der eKiosk finden Sie hier.

Wie läuft Eure Beratung und Bereitstellung ab?

Diana: Wir steigen am Ende ein. Der Kunde/Partner ist schon so weit vorbereitet, dass der Prozess schon analysiert wurde und es jetzt an die Umsetzung geht. Oft stehen wir mit dem Endkunden nicht in direkter Verbindung, sondern eher mit dem Softwarepartner oder Beratungspartner, der sich die Lösung für die Digitalisierung des Kunden überlegt hat. Der Kommunikationsaufwand ist an der Stelle nicht zu unterschätzen.

Sandra: Ja das merken wir auch. Wenn bei uns Kunden über einen Partner reinkommen, ist der Kunde schnell genervt, wenn er uns dann nochmal erzählen soll, was er für Anforderungen hat bzw. wenn die Anforderungen nur über den Partner kommen, kann etwas verloren gehen.

Wie löst ihr das?

Diana: Über gut geschriebene Konzepte. Meist weiß der Kunde am Besten, was er haben möchte. Und so können wir dann genau sagen, ob der Kunde eine Standardlösung oder Individuallösung bekommt.

Sandra: Würdest du sagen, dass es mehr Individual- oder Standardlösungen angefragt werden?

Diana: Individuallösungen. Das ist genau unser USP. Aber auch wir spüren, dass es einen Trend gibt hin zu Standardlösungen. Es wird mehr konfiguriert, als programmiert.

Sandra: Wir spüren auch solche Tendenzen. Bei uns heißt es dann Low-Code/No-Code Anwendung. Also eine Umsetzung, ohne viel Programmieraufwand z.B. eine Webseite zu bauen.

Welche Herausforderungen haben Eure Kunden/Partner, wenn sie auf Euch zukommen?

Diana: Diese kann unterschiedlich sein. Prozesse bestehen in Unternehmen so oder so aber nicht jeder Prozess ist 1:1 digitalisierbar. Ich denke die Prüfung, welcher Prozess digitalisiert werden kann, ist eine große Herausforderung. Welches Stück sie dann wirklich in die Digitalisierung bringen, um ein modernes und zukunftsfähiges Unternehmen zu bleiben, ist der Knackpunkt.

Für uns hat das den großen Vorteil, dass wir dafür zuständig sind, die Digitallösung zu liefern und die Vorarbeit nicht nochmal hinterfragt werden muss.

Sandra: Es hat ganz klar Vorteile “hintendran” zu sein. Wir merken ganz klar, dass die Digitalisierung als etwas Riesengroßes, Unüberwindbares wahrgenommen wird. Wir setzen viel daran zu erklären, dass es auch Schritt für Schritt passieren kann. Man nimmt sich einen Prozess nach dem anderen vor und fängt langsam an.

Wer sind Eure Kunden?

Diana: Wir fokussieren uns auf den größeren Mittelstand in DACH. Aber wir leisten auch für größere Unternehmen einen Beitrag. Unsere Partner sind meist international aufgestellt. Wir sind froh, dass es endlich deutsche Unternehmen und Dienstleister das Thema Digitalisierung auf die Fahne geschrieben haben und da auch etwas passiert.

Weiterführende Informationen:

eKiosk | interactive solutions for a smart world

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