Nachdem im letzten Blogbeitrag dargestellt wurde, was eigentlich Open-Source Software, gilt es zu klären, wann der Einsatz von Open-Source Software in Unternehmen in Frage kommt. Bei Open-Source Software, welche speziell auf den Einsatz im Unternehmenskontext ausgerichtet ist, spricht man von „Enterprise Open-Source“.

Das wirft aber auch die Frage voraus, warum es einen Unterschied zwischen dem Einsatz von Open-Source Software im privaten Bereich und möglicherweise im Unternehmen gibt. Vorweg noch mal zur Relevanz von Open-Source in unserem täglichen Leben. Es würde sicher schneller gehen, Teile unseres technischen Lebens aufzuzählen, die ohne Open-Source auskommen, als umgekehrt. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass quasi jedes technische Gerät in unserm in unserem Alltag einen programmierten Code enthält, welcher auf Open-Source basiert. Das heißt, dass dieser von einem/r Unternehmen/Community zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt wurde. Beispiele sind Webbrowser wie Firefox/Chromium, Betriebssysteme wie Android /Linux, die Basis für die Nutzung technischer Geräte in unserem Alltag sind.

Im Unternehmenskontext ist die Handhabe von Software auch aus einer anderen Perspektive aufzugreifen. Software ist das Herzstück für ein digitales Arbeiten in Unternehmen. Heutzutage nutzen Unternehmen unterschiedlicher Größenordnung eine Vielzahl an Software-Programmen für die Ausführung ihrer Geschäftsprozesse in verschiedenen Anwendungsszenarien. Darunter fallen u. a. auch geschäftskritische Prozesse, die für das Überleben der Firma unabdingbar sind. Die Auswahl der Software muss daher wohlüberlegt sein. Dabei spielen auch auch Themen wie Sicherheit, Lifecycle, Wartung/Support eine übergeordnete Rolle, die in der Form im privaten Bereich vielleicht nicht oberste Priorität haben.

Enterprise Open-Source ist für den Einsatz in Unternehmen ausgelegt

Damit Open-Source Software im Unternehmen ausgerollt werden kann, müssen Anforderungen an Sicherheit, Lifecycle, Qualität und Support entsprechend geprüft werden. Im Falle eines kommerziellen Anbieters, wäre der Anbieter selbst für diese Fragen Ansprechpartner. Im Enterprise Open-Source Kontext sollten für diese Themen ebenfalls Ansprechpartner bestehen. Sind Unternehmen in Fragen von Qualitäts- und Sicherheitsansprüchen auf sich alleine gestellt sind, kann man nicht von Enterprise Open-Source Software sprechen. Für die Klassifizierung einer Enterprise Open-Source Software sollten daher einige Anforderungen erfüllt werden.

Hier einige Richtlinien:

Fazit: Open-Source Software auch im Unternehmenskontext einsetzbar

Open-Source Software findet längst nicht nur im privaten Anwenderbereich Anklang. Auch Unternehmen wollen zukünftig von dem einfachen Zugang zu diesen Lösungen profitieren. Wichtig ist jedoch, sich nicht auf der eigentlich kostenlosen Verfügbarkeit auszuruhen, sondern den Einsatz im Unternehmen auch professionell zu managen.

Welche Vorteile mit dem Einsatz von Open-Source Lösungen verbunden werden, erfahrt Ihr im Beitrag Warum sich der Einsatz von Open-Source für Unternehmen lohnen kann.