Mitarbeiter und Führung

Der wichtigste Grund, warum Ihre Mitarbeiter nicht die gewünschten Ergebnisse erreichen

Stärken stärken. Was wie eine Wortwiederholung aussieht, hat beim Genaueren überlegen so viel Inhalt. Den eigenen Mitarbeiter in seinen persönlichen Stärken unterstützen. Und sicherlich ist das für Ihren Mitarbeiter eine gute Sache, aber für Ihr Unternehmen ist das Stärken von Ihren Mitarbeitern erkennen und diese dann auch zu fördern und anzuwenden, überlebensnotwendig. Warum? Weil Sie so Potentiale optimal für Ihr Unternehmen nutzen können und sich einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber Ihren Konkurrenten verschaffen.

Was haben Stärken meiner Mitarbeiter denn nun mit den gewünschten Ergebnissen zu tun? Grob gesagt geht es um das Wissen des Unternehmens. Und das Wissen des Unternehmens ist die Summe aus dem Wissen jedes einzelnen Mitarbeiters. Dieses Wissen ist der Schatz des Unternehmens und ausschließlich mit diesem Unternehmenswissen halten sie dem Marktdruck stand oder nicht. Ohne das Wissen und die Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter können Sie nichts bewirken. Das Wissen und auch die Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter hängt unmittelbar mit deren Stärken zusammen. Denn was einem leicht fällt, tut man auch sehr gut und vor allem gern – man ist motiviert. Ihr Mitarbeiter wird also mit hoher Wahrscheinlichkeit sein Bestes geben können, wenn er sich in seiner Stärkenzone bewegt und dort auch unterstützt wird.

Ist es denn wirklich unternehmensschädigend, wenn ich und mein Mitarbeiter um seine Stärken nicht weiß?

Ja! Und es gibt eine Reihe an Gründen, warum das Verkennen oder gar nicht Beachten der Stärken Ihrer Mitarbeiter Ihr Unternehmen schädigen können. Ein nicht ausgeschöpftes Potential fährt zwar nicht gleich die Karre an die Wand – aber Sie müssen sich durchaus doch dann mal die Frage stellen, warum Sie genau DIESEN Mitarbeiter eingestellt haben und warum Sie genau DIESEN Mitarbeiter bezahlen? Sie kaufen doch auch nur das Produkt, dass Ihren konkreten Ansprüchen und den entsprechenden Aufgaben genügt. Meint: Einen Mitarbeiter nicht nach seinen Stärken einzusetzen, sondern irgendwie, ist eine Verschwendung seiner Ressourcen auf allen Gebieten. Wieviel Leistung erbringen Sie bei einer Tätigkeit, die Ihnen absolut nicht zusagt oder gar widerspricht? Wahrscheinlich schalten Sie auf Sparflamme und erledigen diese Tätigkeit halbherzig. Möchten Sie das für Ihr Unternehmen? Mitarbeiter, welche in Ihrem Stärkenfeld arbeiten, werden überdurchschnittliche Leistung erbringen. Weil Sie motiviert sind! Motiviert und im Einklang mit Ihren Aufgaben. Das sind die besten Voraussetzungen um beste Ergebnisse zu erreichen!

Aber wie kann ich denn nun die Stärken und das Wissen meiner Mitarbeiter herausfinden?

Fragen Sie zunächst Ihre Mitarbeiter nach Ihren Stärken, „Lieblingsthemen“ und was es dafür im Arbeitsalltag braucht. Lassen Sie eine kurze Selbsteinschätzung erstellen. Fragen Sie eventuell auch Kollegen nach den Stärken des entsprechenden Mitarbeiters. Beobachten Sie weiterhin positive, aber auch negative oder eher neutrale Ergebnisse des Mitarbeiters. So bekommen Sie zunächst eine erste Orientierung. Um anschließend etwas genauer auf Tuchfühlung mit dem Wissen des Mitarbeiters zu gehen, gibt es zahlreiche Werkzeuge und Methoden, die Sie dabei unterstützen können. Eine davon ist die Wissenslandkarte. Das eigentliche Ziel dieser Methode ist, das Wissen des Mitarbeiters auf einen anderen zu übertragen. Jedoch wird dabei auch eine Momentaufnahme des aktuellen Wissens des Mitarbeiters erstellt. Und auch das Messinstrument Wissensbilanz kann helfen, das Wissen Ihres Mitarbeiters aufzudecken. Weiterhin analysiert beispielsweise das Verfahren Debriefing Situationen und deckt somit das Wissen und die Stärken des Mitarbeiters auf. So kann eine Abschlussbesprechung eines Projektes gleichzeitig Unternehmenswissen aufzeigen.

Und wie kann ich diese nun entdeckten Stärken bei meinen Mitarbeitern fördern und deren Wissen weiterentwickeln?

In dem Sie Ihre Mitarbeiter herausfinden lassen, was er genau tun möchte, wie das mit dem Unternehmen zusammen passt und was es dann für die Umsetzung bräuchte.

Was ist eine generelle Stärke, die meine Mitarbeiter auch in Zukunft haben und ausbauen sollten?

Teilen, teilen, teilen. Ja, klingt erstmal komisch, ist aber so! Teilen ist eine Stärke und sollte fest in der Unternehmenskultur verankert sein. Und damit meine ich nicht zwingend das Pausenbrot, sondern viel mehr das Teilen von Erfahrung und eigenem Wissen. Denn sind wir mal ehrlich. Wenn Sie an Informationen herankommen möchten, müssen Sie nur ein wenig Zeit im Netz verbringen und irgendwann haben Sie es. Die Zeit, sein persönliches Wissen wie einen Schatz zu hüten, ist vorbei und heute absolut unbrauchbar (außer es handelt sich um ein neues und innovativ lang erforschtes Produkt). Das sollte Ihren Mitarbeitern und auch Ihnen bewusst sein. Werden Wissen und Erfahrungen generell und ohne Vorbehalte unter Ihren Mitarbeitern geteilt, werden weniger Fehler passieren und Ergebnisse können viel schneller und effektiver erreicht werden. Teilen wird also in Zukunft noch ein viel bedeutenderes Thema sein als es jetzt schon ist. Demnach sollte diese Stärke JEDER Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen haben und ausbauen.

Die Idee, Schwächen in Stärken umzuwandeln, ist schon längst überholt. Heute wissen wir, dass das stärken der Stärken einen viel größeren Effekt auf positive Ergebnisse hat. Finden Sie mit Hilfe Ihrer Mitarbeiter und den passenden Methoden, z.B. einen Workshop der die Schwerpunkte und Interessen hervorbringt, deren Stärken heraus und bauen Sie diese aus! Führung ist hier ganz klar eine sehr gut investierte Dienstleistung am Mitarbeiter und lohnt sich generell für ihre Unternehmensentwicklung.