Organisationsentwicklung

5 Gründe, warum das richtige Einarbeiten von neuen Mitarbeitern unternehmenskritisch ist

Können Sie sich noch an Ihren ersten Arbeitstag erinnern? Als Sie die oder der Neue waren und das erste Mal Ihren neuen Arbeitsplatz betraten? Ich kann mich noch ganz gut daran erinnern. Und es war doch irgendwie chaotisch und unstrukturiert. Oder vielleicht haben Sie auch schon mal eine Einarbeitung“aufgedrückt“ bekommen und waren überfordert? So oder so, eine Begleitung ist notwendig. Sei es virtuell, klassisch verschriftlicht oder als Person.

Für viele Arbeitgeber ist mit dem Unterschreiben des Arbeitsvertrages das Thema Neuanstellung beendet. Dabei startet erst jetzt der Einarbeitungs- und Integrationsprozess. Richtiges Onboarding ist ein wichtiger Punkt, um ein schlagfertiges Team zur Realisierung Ihrer Ziele zur Verfügung zu haben. Ein gelungener Einarbeitungsprozess ist daher enorm wichtig. Jedoch wird er viel zu häufig vernachlässigt. Aber warum?

Zu viel Zeit und Aufwand.

Kein standardisierter Umgang mit dem Sichern von Wissen.

Kein Einarbeitungskonzept.

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Dabei liegt es doch eigentlich auf der Hand. Neue Mitarbeiter, welche nicht korrekt eingearbeitet wurden, können bei den Qualitätsmaßstäben des Teams oder des Unternehmens nur langsam mithalten. Sie werden lange brauchen, um sich in den internen Prozessen und Abläufen zurechtzufinden. Und sie werden Fehler machen, die wahrscheinlich schon zuvor einige Male gemacht wurden. Im schlechtesten Fall fühlen sie sich fehl am Platz. Ist das nötig?

5 Gründe für richtiges Onboarding

Ihre Mitarbeiter bestimmen Ihren Unternehmenserfolg!

Ob Sie es wollen oder nicht. Sie sind abhängig von Ihren Mitarbeitern. Ein Team kann nur so stark sein, wie sein schwächstes Mitglied. Bemühen Sie sich nicht um einen gelungenen Einarbeitungsprozess, werden Sie das auch spüren. Wiederkehrende Fehler, unnötige Fragen, Missverständnisse. All das wird die Effizienz Ihrer Arbeit mindern und ihr Team schwächen.

Fehlendes Wissen senkt die Produktivität und schwächt Ihr Team!

Stellen Sie sich doch einmal vor, dass jede Frage immer nur ein Mal aufkommt, beantwortet und abgespeichert wird. Jeder Mitarbeiter hat Zugriff auf die Lösung und muss keine weitere Energie investieren. Es kann all die zur Verfügung stehende Zeit und Kraft auf „Neues“ verwendet werden. Doch leider wird das Rad immer und immer wieder neu erfunden. Besonders schlecht eingearbeitete Mitarbeiter und Unternehmen ohne standardisierten Umgang mit Wissen werden immer wieder Kapital in gleiche Fragen und gleiche Antworten investieren.

Spannungen zwischen den Mitarbeitern kosten das Team und Unternehmen Zeit!

Im Arbeitsalltag herrscht häufig Zeitdruck. Zeit ist knapp. Budget auch. Jeder Mitarbeiter hat sein entsprechendes Zeitkontingent für seine Aufgaben. Und dann schwebt es wie über den Mitarbeitern. Das Schwert des Damokles. Irgendwer muss zusätzlich zum Alltagsgeschäft noch irgendwie den neuen Mitarbeiter einarbeiten. Wie soll das nur gehen? Das führt automatisch zu Mitarbeiterkonflikten, welche mit einem entsprechenden Onboardingkonzept nicht der Rede wert wären.

Einsatzbereitschaft und Motivation sinkt, wenn Mitarbeiter nicht integriert sind!

Don Quijote, welcher gegen Windmühlen kämpft. Der Vergleich ist vielleicht etwas überzogen, jedoch kann ich mich noch gut an die Einarbeitungszeit erinnern. Die ersten Fragen gehen leicht von der Lippe. Muss man dann aber das x-te Mal beim Kollegen anklopfen und eine Frage zum Ablauf, zur Zuständigkeit oder was auch immer stellen, wird es unangenehm. Hält dieses Unwohlsein an, wird jeder neue Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz und seine Arbeit hinterfragen.

Wiederkehrender Mitarbeiterverlust verursacht hohe Kosten!

Nicht ohne Grund lösen sich zahlreiche Arbeitsverträge innerhalb der Probezeit wieder auf. Und das kostet vielen Unternehmen eine Menge Kapital. Denn nach der Kündigung geht der Neubesetzungsprozess wieder von vorn los. Ausschreibungen, Bewerbungen sichten, Bewerbungsgespräche, Auswahlverfahren, Meetings…

Der Erfolg eines Teams hängt auch davon ab, die richtigen Leute auf die richtigen Positionen zu setzen. Im Voraus muss eruiert werden, ob der Bewerber überhaupt zur Unternehmenskultur passt und welche Aufgaben er übernehmen möchte/ welche Aufgaben zu übernehmen sind. Gute Personalarbeit bedeutet, dass vorhandene Potential des Mitarbeiters auszuschöpfen und im Sinne der Unternehmensziele nutzbar zu machen. Und das bedeutet dem neuen Mitarbeiter die richtigen und wichtigen Informationen und Betreuung bereitzustellen. Das kostet Zeit, aber mittelfristig gedacht weniger als ein fehlgeschlagener Einarbeitungsprozess.